SPIEL Essen 2026 | Acht Hallen voller Spiele
Vom 22. bis 25. Oktober 2026 wird Essen wieder zum Mittelpunkt der Brettspielwelt. Vier Tage lang dreht sich auf dem Messegelände alles um Neuheiten, alte Bekannte, spannende Begegnungen und natürlich jede Menge Spiele. Und in diesem Jahr wird die SPIEL noch einmal größer: Erstmals werden alle acht Hallen der Messe Essen genutzt.
Damit erreicht die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele die maximale Hallenkapazität des Essener Messegeländes. Insgesamt stehen rund 81.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Grund dafür ist die weiterhin große Nachfrage der Aussteller. Die zusätzliche Halle 8 schafft nun noch einmal mehr Platz für Verlage, Spiele und Besucher.
Acht Hallen voller Spiele
Wer die SPIEL aus den vergangenen Jahren kennt, weiß, dass selbst mehrere Messetage kaum ausreichen, um wirklich alles zu entdecken. 2026 dürfte diese Aufgabe nicht leichter werden. Zum ersten Mal wird auch Halle 8 vollständig als Ausstellungsfläche genutzt. Damit sind alle verfügbaren Messehallen belegt. Die interaktiven Hallenpläne und die Ausstellerliste sind inzwischen bereits veröffentlicht und können zur Vorbereitung auf den Messebesuch durchstöbert werden. Die Neuheitenliste folgt etwas später: Mit dem Start der aktualisierten SPIEL-App am 3. September sollen auch die Neuheiten für 2026 online gehen.
Spätestens dann beginnt vermutlich wieder die große Planung: Welche Spiele wollen wir unbedingt ausprobieren? Welche Verlage müssen auf die persönliche Liste? Und wie schafft man es, nicht schon nach der ersten Halle vom eigentlichen Plan abzuweichen?
Die SPIEL verlässt die Messehallen
Neu ist in diesem Jahr auch das Partnerprogramm „Essen spielt!“. Gemeinsam mit der Stadt Essen und der Messe Essen soll sich die SPIEL stärker über das eigentliche Messegelände hinaus in der Stadt bemerkbar machen.
Gastronomie, Hotels, Kultur und Tourismus werden dabei mit verschiedenen Aktionen eingebunden. Besucher können mit ihrem SPIEL-Ticket bei teilnehmenden Partnern Vorteile und besondere Angebote erhalten. Zusätzlich sind Spieleabende an außergewöhnlichen Orten in Essen geplant. Die Plätze dafür können allerdings nicht gekauft werden, sondern sollen im September verlost werden.
Eine etwas ungewöhnliche Ergänzung gibt es ebenfalls: Mit „Gin & Win“ bekommt die SPIEL sogar einen eigenen Cocktail, der in verschiedenen Bars und Hotels angeboten wird, wahlweise mit oder ohne Alkohol.
Die Idee passt eigentlich ziemlich gut zur SPIEL. Denn wer schon einmal während der Messetage in Essen unterwegs war, weiß, dass nach dem Schließen der Hallen längst nicht Schluss ist. In Hotels, Restaurants und an vielen anderen Orten wird weitergespielt. Mit „Essen spielt!“ wird dieses Gefühl nun erstmals ganz bewusst auf die Stadt ausgeweitet.
Peter Mohrbacher wird Botschafter der SPIEL 2026
Auch 2026 bekommt die SPIEL wieder ein offizielles Gesicht. In diesem Jahr übernimmt der US-amerikanische Künstler und Illustrator Peter Mohrbacher die Rolle des Botschafters.
Damit rückt ein Bereich in den Mittelpunkt, der bei modernen Gesellschaftsspielen kaum noch wegzudenken ist: die Illustration. Spiele bestehen schließlich nicht nur aus Mechanismen und Regeln. Gestaltung, Illustrationen und Material tragen einen großen Teil dazu bei, welche Atmosphäre am Spieltisch entsteht und ob uns ein Spiel bereits beim ersten Blick neugierig macht.
Mit Peter Mohrbacher möchte die SPIEL genau diesen kreativen Bestandteil des Hobbys stärker hervorheben.
Trading Card Games bekommen eigene Awards
Auch Trading Card Games nehmen auf der SPIEL inzwischen immer mehr Raum ein. 2026 kommt eine weitere Neuerung hinzu: Erstmals werden auf der Messe die internationalen TCG Awards vergeben.
Die neuen Auszeichnungen sollen unterschiedliche Bereiche der Trading-Card-Game-Szene würdigen, von Spieldesign und Community-Arbeit bis hin zu Innovationen innerhalb der Branche. Für die erste Ausgabe wurde inzwischen eine internationale zwölfköpfige Jury vorgestellt.
Für klassische Brettspieler ist das sicherlich nicht der wichtigste Programmpunkt der Messe. Trotzdem zeigt die Einführung der Awards, wie breit die SPIEL inzwischen aufgestellt ist und wie viele unterschiedliche Bereiche unseres Hobbys dort zusammenkommen.
Wer Miniaturen mag, sollte ebenfalls einen Blick auf den Golden Demon werfen. Der bekannte Warhammer-Malwettbewerb findet auch 2026 wieder auf der SPIEL statt.
Rund 1.000 bemalte Miniaturen werden laut Veranstalter jedes Jahr im Rahmen des Wettbewerbs gezeigt. Insgesamt gibt es 14 Hauptkategorien sowie zusätzliche Sonderkategorien. Die Preisverleihung findet am Sonntag statt. Dort wird unter anderem das begehrte Slayer Sword an den Gesamtsieger vergeben.
Auch wenn ihr selbst keine Miniaturen bemalt, lohnt sich ein Blick auf die ausgestellten Modelle. Was manche Teilnehmer hier mit Farbe und Pinsel erschaffen, ist schon ziemlich beeindruckend.
Vom Spieltisch direkt ins Lasertag
Noch etwas ungewöhnlicher wird es im Conference Center West. Gemeinsam mit Games Workshop bringt die SPIEL in diesem Jahr Warhammer 40.000: Kill Team LIVE! nach Essen.
Dabei handelt es sich um ein speziell inszeniertes Lasertag-Erlebnis im Warhammer-Universum. Gespielt wird in Teams mit jeweils zwölf Personen. Eine Runde dauert inklusive Einweisung ungefähr 30 Minuten. Wer teilnehmen möchte, benötigt zusätzlich zum normalen Messeticket ein Add-on für 25 Euro. Das Mindestalter beträgt 13 Jahre.
Ob man auf einer Brettspielmesse unbedingt Lasertag spielen muss, darf natürlich jeder selbst entscheiden. Ein ungewöhnlicher Programmpunkt ist es auf jeden Fall.
Auch abseits der Neuheiten gibt es viel zu entdecken
Neben den großen Ankündigungen gibt es auch 2026 wieder zahlreiche bekannte Programmpunkte. Die SPIEL.talks bieten an allen vier Messetagen Vorträge und Diskussionen rund um die Spielewelt. Auch der Educators Day ist wieder Teil des Programms und beschäftigt sich mit dem Einsatz von Spielen im Bildungsbereich.
Hinzu kommen unter anderem die Artist Alley, Meet & Play sowie zahlreiche Aktionen der einzelnen Verlage und Aussteller. Und natürlich bleibt das Wichtigste der SPIEL ohnehin das, was an den vielen Tischen passiert: neue Spiele entdecken, Regeln erklärt bekommen, gemeinsam losspielen und vielleicht mit dem einen oder anderen neuen Karton nach Hause fahren.
Tickets sind bereits gefragt
Wer die SPIEL am Freitag oder Samstag besuchen möchte, sollte den Ticketkauf nicht unbedingt bis Oktober aufschieben. Anfang August meldete der Veranstalter bereits, dass für beide Tage rund die Hälfte der verfügbaren Tickets verkauft war.
Ein reguläres Tagesticket kostet aktuell 25 Euro. Kinder zwischen vier und zwölf Jahren zahlen 16 Euro, ein Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 67 Euro. Kinder unter vier Jahren haben freien Eintritt.
Geöffnet ist die SPIEL am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 10 bis 19 Uhr. Am Sonntag endet die Messe bereits um 18 Uhr.
Noch fehlen die wichtigsten Neuheiten
Auch wenn inzwischen schon einiges über die SPIEL 2026 bekannt ist, fehlt aus Spielersicht natürlich noch ein entscheidender Punkt: die große Liste der Neuheiten.
Diese soll am 3. September zusammen mit der aktualisierten SPIEL-App veröffentlicht werden. Dann dürfte endgültig die Zeit beginnen, in der Wunschlisten immer länger werden und die zur Verfügung stehenden Messestunden gleichzeitig immer kürzer erscheinen.
Bis dahin steht zumindest schon fest: Die SPIEL 2026 wird größer als je zuvor. Acht Hallen, ein erweitertes Programm und erstmals Aktionen, die die Messe noch stärker mit der Stadt Essen verbinden, versprechen wieder vier vollgepackte Tage.
Wir sind gespannt, welche Spiele uns in diesem Jahr erwarten und welche davon am Ende tatsächlich mit nach Hause dürfen.

