Spielidee 7
Material 8
Mechanismen 7
Spieleindruck 7

Clever gelegt ist halb gewonnen

Summary 7.3 Gut

LINX

Kosmos, 2024
Autor: Fabrice Puleo
2–4 Spieler:innen, ab 7 Jahre, 15 Minuten

Ihr seid in einem knallbunten Wettstreit gefangen, bei dem Schere, Stein und Papier das Sagen haben. In „Linx“, dem kurzweiligen Legespiel, geht es darum, Ketten aus drei gleichen Symbolen zu bilden und dabei eure Mitspieler:innen auszutricksen. Was zunächst vertraut wirkt, entpuppt sich schnell als überraschend frisch. Ihr legt eure Plättchen offen oder verdeckt und entscheidet damit, ob ihr offensiv neue Ketten aufbaut oder clever gegnerische Plättchen überdeckt. Das einfache Setting trifft auf einen raffinierten Mechanismus, der für jede Menge kleine Aha-Momente sorgt.

Gespielt wird auf einem wachsenden Raster aus quadratischen Plättchen, die jeweils eines der drei bekannten Symbole zeigen. Wer an der Reihe ist, darf ein Plättchen offen anlegen und neue nachziehen oder ein Plättchen verdeckt auf ein anderes legen, sofern das eigene Symbol das darunterliegende schlägt. Ziel ist es, drei eigene Plättchen in eine Reihe zu bringen. Klingt einfach, wird aber schnell knifflig. Besonders der Moment, in dem Plättchen verdeckte werden, sorgt regelmäßig für Überraschung am Tisch. Zu zweit ist das Spiel ein taktisches Duell, zu dritt oder viert kommen Varianten ins Spiel, die für zusätzliche Dynamik sorgen. Alles bleibt dabei angenehm übersichtlich und schnell gespielt.

„Linx“ überzeugt durch seine klare Idee und das gelungene Spielgefühl. Die Regeln sind in wenigen Minuten verstanden, das Material ist hochwertig und farblich durchdacht. Die kleinen Plättchen laden dazu ein, das Spiel auch unterwegs oder in geselliger Runde auf den Tisch zu bringen. Spielt ihr nur zur zweit geht die Spannung etwas verloren. Wer gerne in kurzer Zeit spannende Entscheidungen trifft, wird hier fündig. Gerade im schnellen Spielprinzip steckt hier der Reiz. Wer allerdings gerne lange plant oder tief eintaucht, wird sich hier eher unterfordert fühlen. Für alle anderen gilt: „Linx“ ist eine erfrischende Mischung aus Taktik, Tempo und einem Hauch Schadenfreude.

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